Grundsätze

Grundsätze

Für Kosmetik aus der Küche ist es wichtig, dass…

DSC00834… Essen und Hautpflege zusammen gehören

… Pädagogik nicht den Zeigefinger erhebt, sondern positive Impulse setzt

… Nachhaltigkeit ökologisch und sozial gedacht wird

 

Daher arbeitet Kosmetik aus der Küche nach folgenden Grundsätzen:

  • “Pädagogik der Sinne”

In den Workshops steht das Ausprobieren und Anfassen im Vordergrund. Alle Sinne werden angesprochen. Dadurch rückt das positive Erfahren und Selbermachen in den Mittelpunkt.

  • Niedrigschwellige Angebote

Alle Workshops können ohne Vorwissen besucht werden. Auch alle Zutaten die verwendet werden, sind leicht selber zu beschaffen, sodass die Rezepte auch zu Hause leicht nachgemacht werden können.

  • Gendernormen und Schönheitsideale ade

In den Workshops sollen keine Produkte hergestellt werden, die nur da sind Schönheitsidealen zu folgen. Es geht um funktionelle Kosmetik, die Spaß macht, um sich in der eigenen Haut wohl zu fühlen. Auch gibt es keine Labels wie „für Frauen“ oder „nur für Männer“, alle Produkte können von allen benutzt werden. Denn Gerüche werden individuell und nicht geschlechterspezifisch unterschiedlich wahrgenommen und auch ein Apfel tut der Haut egal welchen Geschlechts gut.

  • Lebensmittelqualität

Die verwendeten Zutaten sind in Lebensmittelqualität und in der Regel essbar. Es gibt einige Ausnahmen wie die Verwendung von Naturseife oder Rosskastanie.

  • Naturbelassene Produkte

Die verwendeten Zutaten sind möglichst wenig weiterverarbeitet. Das heißt zum Beispiel, dass kein Pflanzenkonzentrat (u.a. in Form von ätherischen Ölen), sondern direkt die frische Pflanze verwendet wird.

  • Technologiearme Zubereitung

Für die Zubereitung werden keine besonderen Geräte wie Destillen oder ähnliches gebraucht. Alles kann mit Küchengeräten und Kochutensilien hergestellt werden.

  • Multifunktionalität der Produkte und Zutaten

Die hergestellten Produkte sind multifunktional. Es gibt keine reine Hand- oder Fußsalbe, die Salben können für den ganzen Körper und die Lippen benutzt werden, die Haarspülung ist zugleich Gesichtswasser und das Deo wird zum Mundspray.

Auch die Zutaten können mehrfach genutzt werden: Wenn ich Marmelade einmache, kann ich die Schale und Kerngehäuse danach weiterverarbeiten. Oder auch umgekehrt: Stelle ich eine Salbe her, können manche Reste für ein leckeres Essen benutzt werden.

  • Saisonal und möglichst regional und biologisch

Die Rezepte richten sich nach den Jahreszeiten. Bei frischen Zutaten wird berücksichtigt was gerade wächst und regional erhältlich ist: Zum Lippen färben im Sommer Himbeeren, im Winter lieber Rote Rübe.

Auch versuche ich möglichst mit regionalen Produkten zu arbeiten: Zum Beispiel verwende ich lieber Bienenwachs anstatt Carnaubawachs und benutze regionale Öle, wie Raps, Sonnenblume oder Distel. Es gibt jedoch Ausnahmen: Möchte ich Produkte vegan herstellen, gibt es oft wenige regionale Alternativen. Eine weitere Ausnahme ist Kokosfett: Es riecht nicht nur angenehm und fühlt sich super auf der Haut an, es ist auch lange haltbar und vor allem hatten viele meiner bisherigen Workshopteilnehmer*innen einen persönlichen Bezug zu der Zutat. Daher: Es findet immer eine Abwägung zwischen ökologischen und pädagogischen Entscheidungen statt sowie natürlich auch der Zugänglichkeit von Ressourcen.

  • Nachhaltigkeit

Ich versuche (und ich sage bewusst versuchen, denn es gibt immer noch die Chance in allen Dingen etwas zu verbessern) in möglichst allen Schritten nachhaltig zu handeln:

Ökologische Verpackung:

Die Verpackung ist aus Glas. So kann sie wieder verwendet werden und bereits selbst schon recyceled sein, indem zum Beispiel alte Marmeladengläser oder Flaschen benutzt werden, um die Salben und anderes abzufüllen.

Nachhaltigkeit im Internet:

Der Server, der die Seite hostet, ist von einem Wiener Unternehmen und wird mit Ökostrom betrieben.

Beschaffung der Zutaten:

Wenn möglich, kommen die Zutaten vom Markt oder aus der Foodcoop.

Schenkeökonomie:

Die Utensilien für die Workshops, wie Töpfe oder Löffel, müssen nicht immer neu gekauft werden, sondern lassen sich auch second hand, über Tauschbörsen oder in Kostnixläden besorgen.

Soziale Projekte:

Ich möchte soziale Projekte unterstützen, wie zum Beispiel durch Präsenz bei Straßenfesten wie der Alternatiba oder beim Geburtstagsfest des Amerlinghauses oder durch die Möglichkeit über Förderungen Workshops für Menschen anzubieten, die es sich sonst nicht leisten könnten.

Kommentare sind geschlossen